Chronik

Biographie


Annette von Droste-Hülshoff ist vor allem bekannt für ihre Novelle Die Judenbuche (1842) und ihre Landschaftslyrik (Haidebilder mit Der Knabe im Moor). Sie hat darüber hinaus zahlreiche Gedichte veröffentlicht und landschaftsbezogene Prosatexte geschrieben. Außerdem war sie als Komponistin und Musikerin tätig und zählt zu den herausragenden Vertretern der deutschen Briefliteratur. Wichtige Daten aus ihrem Leben:

12. Januar 1797

Annette von Droste-Hülshoff wird auf dem Wasserschloss Hülshoff zwischen Havixbeck und Roxel bei Münster geboren

 


© Günter Seggebäing, CC BY-SA 3.0

1804

Erste kindliche Gelegenheitsgedichte, zum Beispiel Geburtstagsgrußgedichte, entstehen

1812

Kennenlernen Anton Matthias Sprickmanns, der einige Jahre als Drostes literarischer Mentor wirkt

1813/14

Beginn der Arbeit am Trauerspiel »Bertha« (Fragment)

1815

Erste Erkrankungen

1818

Arbeit am Ritterepos »Walther« (unvollendet)

1819

Beginn der Arbeit am »Geistlichen Jahr« (erscheint posthum 1851) sowie an »Ledwina« (Fragment)

1820

Die (freundschaftliche) Beziehung zu dem Göttinger Jura-Studenten Heinrich Straube nimmt auf dem Bökerhof nach einer Intrige ein abruptes und unglückliches Ende; diese ,Jugendkatastrophe‘ hat die 23jährige Droste in den Gedichten »Die Taxuswand« und in »Blumentod« thematisiert

 

Bökerhof im Jahr 2006

1820

Auftritt als Sängerin und Pianistin im Rathaus von Höxter

1821

Drostes Onkel Maximilian, ein bekannter Komponist, schenkt ihr sein Generalbassbuch und damit seine Kompositionslehre, die die musiktheoretische Grundlage für diverse Kompositionen von Liedern und Opernentwürfen der Droste in den 1820er Jahren bildet

1825

Reise an den Rhein (nach Bonn, Köln und Koblenz) und Bekanntschaft mit u. a. A. W. Schlegel

1826

Nach dem plötzlichen Tod des Vaters Umzug von Annette, ihrer Mutter und ihrer Schwester nach Haus Rüschhaus (Münster-Nienberge); der Bruder Werner übernimmt den Familienbesitz Hülshoff

1827

Beginn der Arbeit am »Hospiz«

1828

Zweite Reise an den Rhein und Bekanntschaft mit Adele Schopenhauer

1829

Tod des Bruders Ferdinand und Beginn der Arbeit an der »Judenbuche«

1830/1

Weitere Reise an den Rhein und Zusammentreffen mit Levin Schücking

1834

Freundschaft mit dem Münsteraner Philosophieprofessor Christoph Bernhard Schlüter, der maßgeblich an der Vorbereitung der ersten Gedichtausgabe der Droste beteiligt war; Drostes Schwester Jenny heiratet Joseph von Laßberg, den späteren Besitzer der Meersburg

1835

Besuch der Schwester und des Schwagers in Eppishausen; Verfassen eines ersten Entwurfs von »Die Schlacht im Loener Bruch«

1838

Erste Gedichtausgabe im Aschendorff-Verlag, Münster

1839

An Elise / Annette von Droste-Hülshoff; ULB Münster, S. Droste-Hülshoff 1,025, [Meersburg], 19.11.1845

Bildung des Münsteraner literarischen Zirkels, dem neben der Droste auch Levin Schücking und Elise Rüdiger angehören

1840/1

Verfassen zahlreicher Balladen, z. B. »Der Graue« und »Das Fräulein von Rodenschild«

1841/2

Besuch der Schwester Jenny auf der Meersburg und Entstehen zahlreicher Gedichte, u. a. »Mein Beruf«

1842

Erscheinen der »Judenbuche« im Cotta’schen Morgenblatt; Arbeit an den »Haidebildern« und Fertigstellung der »Westphälischen Schilderungen«

1843

Arbeit an einer zweiten Gedichtausgabe (erscheint 1844) und zweiter Besuch ihrer Schwester; Erwerb des ‚Fürstenhäusles‘ in Meersburg

1844

Große Gedichtsammlung im Cotta-Verlag, Stuttgart und Tübingen erscheint; Droste kehrt ins Rüschhaus zurück

1845

Entstehen der »Abbenburger Gedichte« und anonymes Erscheinen der »Westphälischen Schilderungen«  

1846

Bruch mit Levin Schücking aufgrund der Veröffentlichung von dessen Roman »Die Ritterbürtigen«, der vertrauliche Informationen über die Adelswelt kolportierte, die Schücking, so die Ansicht der Droste, von ihr erhalten hatte; weitere Reise auf die Meersburg

24. Mai 1848

Annette von Droste-Hülshoff stirbt auf der Meersburg nach langer Krankheit